
Heidenheims Fußballer haben sich vom Mehrspartenverein HSB abgespalten und einen neuen Verein gegründet Aus HSB wurde der 1. FC Heidenheim 1846 Heidenheims Fußballer haben einen sportpolitisch wichtigen und zugleich historischen Schritt vollzogen. Die Fußballabteilung des HSB (Heidenheimer Sportbund) hat sich vom Hauptverein abgespalten und ist nun ein rechtlich eigenständiger Verein. Am Freitag Abend gaben die HSB-Mitglieder auf ihrer Hauptversammlung grünes Licht für die Trennung der Fußballer vom Mehrspartenverein, sodass rückwirkend auf 1. Januar 2007 in Heidenheim ein neuer Verein entstanden ist, der sich auch einen neuen Namen gegeben hat. Er heißt 1. FC Heidenheim 1846 e.V., hat ein neues Logo und gänzlich neue Strukturen. Die Abspaltung ist in dieser Form ein einmaliger Vorgang in Deutschland. Ähnlich lief es bislang nur beim 1. FC Nürnberg ab, nur in umgekehrter Richtung. Dort spalteten sich alle anderen Abteilungen ab und gründeten eigene Vereine, während die Fußballabteilung blieb. Der Abspaltung in Heidenheim war eine jahrelange Vorbereitungszeit vorangegangen, in der rechtlich und notariell alle Eventualitäten geprüft und schließlich umgesetzt werden mussten. Die Abspaltung ist rechtlich gesehen ein gänzlich anderer Schritt, als zum Beispiel eine normale Vereins-Neugründung. Sie ermöglicht es dem FC Heidenheim alle bestehenden sportlichen und andere Strukturen mit in den neuen Verein zu übernehmen, ohne von null anfangen zu müssen und mit den Mannschaften in der Kreisliga zu beginnen. Es bleibt also dabei, dass die erste Mannschaft des FC Heidenheim 1846 in der Oberliga spielt und dort versuchen wird in die Regionalliga aufzusteigen. Die zweite Mannschaft des FCH ist vor Wochenfrist in die Landesliga aufgestiegen und bildet den Unterbau für das Oberliga-Team. Eine Trennung der Fußballer vom HSB war nötig geworden, da die immer professionelleren Strukturen der Fußballer mit denen eines Mehrspartenvereins nicht mehr zusammenpassten. Das wurde zum Beispiel beim Lizensierungsverfahren für die Regionalliga deutlich, in welchem der DFB unter anderem Forderungen zur Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit stellt, die von den ehrenamtlichen Kassieren anderer Abteilungen kaum bewältigt werden können. Außerdem ist das finanzielle Risiko für den HSB, der eher ein Breitensportverein ist, angesichts des immer größer werdenden Etats einer aufstrebenden Fußball-Oberliga-Mannschaft, doch zu hoch geworden. Dem neuen Verein FC Heidenheim steht ein fünfköpfiges Präsidium vor. Präsident ist Klaus Mayer, Vizepräsident Michael Schuck. Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied ist der ehemalige Abteilungsleiter Holger Sanwald, der weiterhin die operativen Geschäfte in Form eines Managers leiten wird. Für die Finanzen sind Harald Endres und Huber Beyrle zuständig. Berufen wird das Präsidium von einem Aufsichtsrat, dem Hans Kahlich, Bürgermeister Rainer Domberg und der Mannschaftsarzt Dr. Matthias Frey angehören. Die Namen der Vorstandsmitglieder versprechen eine seriöse und umsichtige Vereinspolitik. Präsident Klaus Mayer, der einem mittelständischen Unternehmen vorsteht, versprach: „Wir werden den FCH professionell wie ein Unternehmen führen. Ich verspreche Ihnen, dass es bei uns keine Harakiri-Aktionen geben wird.
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